Noise not music – Chemischer Nahkampf

Fast vergessen. Aber dagewesen. Fast keine Musik im eigentlichen Sinne. Aber auf der Bühne gestanden. Ein prägnanter Bandname und ein Video, dass einen Auftritt festgehalten hat. Chemischer Nahkampf aus Bielefeld.

alleskahlhier: Caschbah, kannst Du Dich an den Abend noch erinnern, an dem das Video entstanden ist? Wie wars?

Caschbah: An den Abend als wir mit Chemischer Nahkampf da im Jugendzentrum Oerlinghausen gespielt haben, kann ich mich nicht mehr erinnern…ist zu lang her..ich weiß nicht mal mehr wann das war…irgendwas zwischen 1981 und 1982. Das was wir dargeboten haben war ja musikalisch auch alles andere als rühmlich, aber egal: Es gibt Geschichte, da ist es schon toll, einfach vor Ort und dabei gewesen zu sein (lacht).

alleskahlhier: Wer war denn Chemischer Nahkampf eigentlich? Und wie lange gab es die Band?

Caschbah: Chemischer Nahkampf waren hauptsächlich und am längsten Schösse und ich. Am Anfang spielte Göcknur Schlagzeug, dann kam Dirk ans Schlagzeug. An dem besagten Abend spielt aber vermutlich die Sängerin der Hungrigen Herzen bei uns Drums, weil auch vermutlich Göcknur uns wiedermal am Auftrittsabend hängen gelassen hat. Das war halt auch Punkrock! Ehrlich geasagt kann ich die Frau nicht richtig erkennen, aber es macht Sinn, da wir viel mit Hungrige Herzen gespielt haben und auch im JZO. Ich glaube, es gab uns nicht länger als bis Mitte 1983 und angefangen haben wir eventuell 1981…alles zu lange her!

alleskahlhier: Wie siehst Du denn die Band in der Rückschau?

Caschbah: Wir haben immer ohne Bassisten gespielt, waren der Meinung, man braucht keinen Bass – was waren wir naiv! Wir hatten aber auch mit den verbliebenen instrumenten genug zu tun. Hat Spaß gemacht, aber richtig Mühe haben wir uns nicht gegeben: Musik hören und Musik machen sind zwei Paar Schuhe. Wir waren zu jung und zu unerfahren an den Instrumenten und zu unkreativ um das zu kompensieren. Aber ich möchte das nicht mies machen. hat Spaß gemacht und wir haben viel gelacht!

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